Schon von weiter Ferne sieht man das Schloss auf einem Felsen thronen, …

… der sich rund 120 Meter über der Hauptstadt Vaduz erhebt. Kein Wunder, dass sich Bettina hier oben sehr wohl fühlt – der mittelalterliche Charme des Schlosses verzaubert einen allemal. Bis ins 12. Jahrhundert reicht seine Geschichte zurück, als man zuerst den Bergfried errichtete, der etwas später durch einen Wohnturm ergänzt wurde. Spezielle Untersuchungen lassen den Bau dieses Wohnturmes ins Jahr 1287 datieren – tiefes Mittelalter also. Erstmals urkundlich erwähnt ist das Schloss im Jahr 1322: Die Burganlage wurde für 400 Mark Silber an Vogt Ulrich von Matsch verpfändet.

Bettina vor dem Schloss Vaduz. Es ist das Wahrzeichen der Hauptstadt Liechtensteins.

Ein Wohnhaus der besonderen Art

Nach einigen Besitzerwechseln ging das Schloss Vaduz schliesslich in das Eigentum des Hauses Liechtenstein über. Das jetzt unter dem Namen Hochenliechtenstein bekannte Schloss diente bis 1732 als Sitz der Landvogtei und verfügte über einige Dienstwohnungen. In weiterer Folge zerfiel es zusehends, bis es erst lange Zeit später (1905-1912) renoviert und wieder aufgebaut wurde. Nachdem Fürst Franz Josef II. (1938-1989) es dann wohnlich gestaltet hatte, zog er 1939 mit seiner Familie in das Schloss ein.

Das Schloss vom Parkplatz der Hofkellerei des Fürsten aus gesehen. Zur ihr gehört die kellereigene Vinothek und das Spezialitätenrestaurant Torkel.

Der Besuch lohnt sich

Bis heute lebt die fürstliche Familie im Schloss Vaduz, weshalb eine Besichtigung nicht möglich ist. Ausser hohem Staatsbesuch werden im Schloss Vaduz keine Gäste empfangen. Für Bettina spielt das aber überhaupt keine Rolle, denn der Anblick von aussen mit der prächtigen Bergkulisse gibt ihr Anlass genug für einen kurzen Abstecher nach oben. Vom Städtle aus führt sogar ein schöner Spazierweg zum Schloss. Eine kleine Aussichtsterrasse, das „Känzile“ genannt, bietet einen wunderbaren Ausblick über Vaduz.

Die fürstliche Familie

Stellt sich nur noch eine Frage: Wer sind denn nun diese Leute, die hintern den dicken Steinmauern hausen? Ihren Ursprung hat die fürstliche Familie Liechtenstein in Niederösterreich. 1699 und 1712 kaufte sie die Grafschaft Vaduz sowie die Herrschaft Schellenberg, die 1719 schliesslich vereinigt und zum Reichsfürstentum erhoben wurden. Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein, Sohn von Fürst Franz Josef II., ist seit 1989 das Staatsoberhaupt. Im Jahr 2004 hat er seine Regierungsgeschäfte seinem ältesten Sohn, Erbprinz Alois, übergeben, der seitdem als sein Stellvertreter agiert. Das sogenannte Prinzip der Erbmonarchie ist im Hausgesetz der fürstlichen Familie geregelt und besagt, dass der Erstgeborene den Anspruch auf die Staatsführung hat. In der konstitutionellen Erbmonarchie Liechtensteins, die auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage basiert, übt der Fürst als Staatsoberhaupt die Staatsgewalt gemeinsam mit dem Volk aus, das durch ein demokratisches Parlament vertreten wird.

Ausflug für zwischendurch

Das Schloss Vaduz ist ein Prachtstück und definitiv ein must-see in Liechtenstein. Das findet auch Bettina. Von der FMA aus erreicht man mit dem Bus oder dem Auto in wenigen Minuten das Vaduzer Stadtzentrum, von dem aus man gemütlich hochlaufen kann. Vor allem in der Mittagspause bietet sich dieser kurze Ausflug sehr an. Oben angekommen, gibt es Sitzbänke und viele grüne Wiesenflächen für kurze Verweilminuten in der Sonne.

„Die rund 880 Schritte vom Städtle bis zum Aussichtspunkt „Känzile“ unterhalb des Schlosses lohnen sich. Von dort erhält man eine fantastische Aussicht auf Vaduz und das Schweizer Bergpanorama.“

Bettina Good, Spezialistin Aufsicht, Bereich Wertpapiere und Märkte

Zu meinem Aufgabengebiet gehören die laufende Aufsicht von Vermögensverwaltungsgesellschaften sowie das Enforcement und die Missbrauchsbekämpfung. Ferner vertrete ich Bereichs- und Abteilungsinteressen in verschiedenen Projekten.

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