Die Burgruine Schellenberg erzählt Geschichten

Es ist kurz vor Mittag an einem späten Wintertag Anfang März, als sich zwei sportlich anmutende Gestalten aus ihrem Bürozimmer schleichen. Ein paar Autominuten später spazieren Claudia und Chriss entlang des schmalen, schattigen Forstwegs, der durch das mystische kleine Waldstück führt. Hoch zur Burgruine Schellenberg sind es nur einige Schritte. Durchzogen von einer Mischung aus Regen, Sonne und Wind passt das Wetter perfekt zur leicht melancholischen Stimmung zwischen den alten, zerfallenen Gemäuern des mittelalterlichen Memorials. Wo einst Ritter, Freiherren und Burgfrauen hausten, verweilen heute Besucher, die sich eine Atempause an der frischen Luft gönnen.

Claudia lebte lange Zeit in einer Grossstadt und geniesst die Vorteile des Standorts der FMA in Liechtenstein nun umso mehr: „Nach zehn Jahren in Wien wirkte Liechtenstein für mich zunächst klein und überschaubar. Ich habe mich aber sehr schnell an die Vorzüge, die die Arbeit bei der FMA hier mit sich bringt, gewöhnt: Ich bin sofort in der Natur! Einfach so mal schnell in der Mittagspause eine kleine Wanderung direkt vom Büro aus, um frische Luft zu schnappen und den Kopf etwas frei zu kriegen – das hätte ich in Wien so nicht machen können.“ In Schellenberg befinden sich sogar zwei Ruinen. Die ältere davon, die Ruine Neu-Schellenberg, auch Obere Burg genannt, ist das Ausflugsziel von Claudia und Chriss. Ihre Entstehungsgeschichte reicht bis ins Jahr 1200 zurück. In einer Urkunde vom 10. Januar 1348 wurde sie das erste Mal erwähnt.

Vermutungen zufolge waren beide Burgen in Schellenberg seit dem 16. Jh. nicht mehr bewohnt und verfielen allmählich. Festgehalten ist jedoch, dass Fürst Franz Josef II. die stark überwachsenen Ruinen 1956 dem Historischen Verein schenkte, der sie erforschen und konservieren liess. Die einst erhabenen Mauern, hinter denen früher Burgherren vielleicht sagenumwobene Schlachten planten, liegen heute still und erhaben da, wie in einem Dornröschenschlaf. In Liechtenstein hat das Mittelalter viele Spuren hinterlassen. In der Region sind drei Ruinen erkundbar und hinter ihnen stecken mystische Geschichten. Neben den beiden Ruinen in Schellenberg kann man sich auch auf der Ruine Schalun (auch Wildschloss genannt) auf Spurensuche begeben und sich in längst vergangene Zeiten zurücksehnen.

Eine hervorragende Kulisse für Gespenstergeschichten...

… unter freiem Sternenhimmel in einer lauen Sommernacht. Ein solches Erlebnis ist auf der Ruine Schellenberg möglich! Die Gemeinde Schellenberg stellt hier nämlich seit 1999 einen Jugendzeltplatz zur Verfügung. Chriss ist beeindruckt von den Überbleibseln des Mittelalters und davon, wie die Orte heute genutzt werden: „Die Burgruinen in Schellenberg sind ein Beispiel für die Geschichte des Landes und deshalb wichtige Orte der Begegnung. Alle zwei Jahre findet hier in der Oberen Burg das Festival ‚The Princely Liechtenstein Tattoo‘ statt. Der Zapfenstreich lässt die Burgruine wieder zum Leben erwachen. Die Wahrung und Pflege der Geschichte des Landes in Kombination mit dem Nutzen für das Festival machen die Burgruinen Schellenberg für mich zu einem besonderen Ort.“

Claudia Gantner, Spezialistin Aufsicht, Bereich Wertpapiere und Märkte

Neben der Aufsicht über Vermögensverwalter arbeite ich auch an Analysen aus den unterschiedlichsten Datenquellen und deren Aufbereitung in Hinblick auf die Erkennung von Marktmissbrauch, sonstigen Auffälligkeiten oder der generellen Marktentwicklung. Auch diverse Themen zur Marktinfrastruktur wie bspw. zur Aufsicht über Handelsplätze, der Verwahrung von Wertpapieren oder bestimmte Wertpapiergeschäfte zählen zu meinem Aufgabengebiet. Durch den starken internationalen Bezug habe ich regelmässig mit Kollegen aus anderen Ländern oder der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde zu tun.

Christian Minkus, Leiter Abteilung Recht, Bereich Wertpapiere und Märkte

Meine Hauptaufgaben liegen in der Bearbeitung von Rechtsfragen und Anträgen. Die Rechtsfragen variieren zwischen simplen Anfragen und komplexen Abklärungen, insbesondere mit FinTech Bezug. Die Anträge beziehen sich auf neue Fonds und Wertpapierprospekte, aber auch auf Änderungsanträge für bereits existierende Produkte.

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