Wo einst Ritter Ulrich von Schalun residierte

Der erste schöne Sommertag des Jahres, 11 Uhr morgens. Chriss startet direkt vor dem FMA-Gebäude, an der Universität vorbei zum Parkplatz Waldhotel. Von dort führt der Weg durch den Wald nach oben, vorbei am sogenannten Spörry-Weiher, einem künstlich angelegten Speicherbecken zur Stromerzeugung, bis hin zur Ruine Wildschloss. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick über den Liechtensteiner Wald und das Rheintal.

Auszeit

Über die Mittagspause wandern zu gehen ist nicht an vielen Orten auf der Welt machbar. Chriss schätzt diese Gegebenheit in Vaduz sehr. „Das Wildschloss ermöglicht mir eine Auszeit vom Alltag. Welche Themen auch immer tagesaktuell sind, am Wildschloss steht die Zeit.“ Ein bis zwei Mal wöchentlich spaziert er von der FMA bis zum Wildschloss. Schon auf dem Weg dorthin findet Chriss die Ruhe, die es ihm erlaubt, seine Gedanken zu sortieren. Oben angekommen ist es Zeit für die Mittagsjause. Die Hektik und Dynamik pausieren und schaffen für Chriss einen Ort der Erholung. Für ihn persönlich ist genau das in den heutigen Zeiten sehr wichtig. Tiefenentspannt und völlig regeneriert geht es für Chriss eine Weile später zurück an den kühlen Arbeitsplatz, wo er sich nach seinem kurzen Ausflug in die Natur wieder aufmerksam und konzentriert seinem Job widmen kann.

Die Burgruine

Die Burgruine Schalun, umgangssprachlich als das Wildschloss bekannt, liegt auf einer exponierten Felsrippe in einer Höhe von 860 m ü. M. zwischen Schaan und Vaduz. Die ersten Bauten sind bis ins 12. Jhd. zurückzuführen. Danach wurde die Burg mehrere Male um- und ausgebaut, bevor sie im 14. Jhd. vollständig geräumt wurde. Jahre später wurde die Burg durch einen Brand zerstört.

Erstmals erwähnt wird das Wildschloss im Jahr 1616, und das schon damals als Ruine. Allerdings ist bereits 1237 ein Ritter mit dem Namen Ulrich von Schalun aufgeführt, der vermutlich als Namensgeber für die Burg diente. Über ihn und seine Familie ist in Urkunden nur wenig zu lesen. In Schriftstücken der Region treten vereinzelte Nennungen im 13. und 14. Jhd. auf. Das Wort Schalun selbst stammt aus dem Alträtoromanischen und bedeutet „grosse Treppe“.

Fürstlicher Besitz
Mauerreste
Denkmal

Im frühen 19. Jhd. übergab die fürstliche Familie die Burgruine an die Gemeinde Vaduz, ehe sie um das Jahr 1880 zum Eigentum des Architekten Ignaz Bankó wurde. Dessen Sohn Julius Bankó verkaufte das Wildschloss 1933 schliesslich wieder an die Gemeinde Vaduz.

Ab dem 20. Jhd. wurde Schalun immer wieder saniert. Heute sind nur noch einzelne Mauerreste erhalten, beispielsweise der Bergfried im Kern der Burg.

1981 wurde die Ruine Schalun unter Denkmalschutz gestellt.

Christian Minkus, Leiter Abteilung Recht, Bereich Wertpapiere und Märkte

Meine Hauptaufgaben liegen in der Bearbeitung von Rechtsfragen und Anträgen. Die Rechtsfragen variieren zwischen simplen Anfragen und komplexen Abklärungen, insbesondere mit FinTech Bezug. Die Anträge beziehen sich auf neue Fonds und Wertpapierprospekte, aber auch auf Änderungsanträge für bereits existierende Produkte.

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