Fauxpas, Malheur, Missgeschick

In Liechtenstein ist Vorsicht geboten, wenn es um die eine oder andere Panne oder um kleine Desaster geht. Im ganzen Land spitzen die Reporter der liechtensteinischen Fasnachtszeitungen ihre Ohren. Hat ihnen dann ein Vögelchen etwas gezwitschert, reiben sie sich schön die Hände und tippen die lustigen Geschichten flink in die Fasnachtszeitung…

Schneller als man lachen kann

Einmal im Jahr zur Fasnachtszeit erscheinen die fünf Fasnachtszeitungen. Da passt man einmal nicht auf und plötzlich wird man in der Zeitung porträtiert und «zum Affen des Landes» gemacht. Das Ganze natürlich mit einer grossen Prise Spass und Ironie. Die Fasnachtszeitungen in Liechtenstein haben eine lange Tradition. Sie erinnert an die dörflichen «Rügegerichte» unserer Vorfahren, die das Dorf- und Landesgeschehen in humorvoller und witziger Weise kritisch kommentierten.

Machst du Witze?

Eine gute Fasnachtszeitung zu machen ist eine schwierige Aufgabe, die nicht immer auf Anhieb gut gelingt. Das weiss Martin, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter der Stabsstelle Zentrale Dienste, nur zu gut. Martin durfte in den Jahren 2014 bis 2020 tatkräftig beim «Wildmandli», der Fasnachtszeitung aus Triesenberg, mitarbeiten, mitgestalten und mitlachen:

Nur Bahnhof verstehen

Die erste liechtensteinische Fasnachtszeitung nannte sich „Essiggurke“ und erschien im Jahr 1920 in Schaan. Seit 1954 nennt sich das Fasnachtsblatt «Wingert-Esel» und wird vom FC Schaan geschrieben. In Vaduz kam 1921 die erste Fasnachtszeitung heraus, die schon einige Namen trug: «Nachrichten des 1. Liechtensteinischen Orchestervereins», «Vaduzer-Orchester-Hobel», «Das Fadazeinli». Seit 1971 heisst das Blatt «Residenzler». Auch andere Gemeinden Liechtensteins geben jedes Jahr Fasnachtszeitungen heraus. So ist es in Triesen die «Moschtbölli», in Mauren seit 1980 der «Murer Räbahobel» und in Triesenberg seit 1978 der «Wildmandli». Die Zeitung hat in Triesenberg eine lange Tradition. Martin erklärt:

«Früher wurde die Fasnachtszeitung von der Narrenzunft veröffentlicht. In den letzten rund 30 Jahren war der FC Triesenberg für die Erstellung und Publikation verantwortlich. Neu ab diesem Jahr übernimmt die Narrenzunft Triesenberg wieder das Kommando. Oftmals erschliesst sich der Humor in den Fasnachtszeitungen nur einheimischen Leserinnen und Lesern, die die Menschen hier kennen und die versteckten Anspielungen verstehen können. Ich finde es eine tolle Tradition, die hoffentlich noch lange fortgeführt wird.»

Martin Schädler, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Zentrale Dienste

Bei der FMA habe ich zwei wichtige Positionen inne: Ich bin Leiter der Stabsstelle Zentrale Dienste und zudem Mitglied der Geschäftsleitung. In meiner Funktion bin ich dafür zuständig, dass «der Laden läuft». Wichtige Bereiche wie das HR, Finanzen, IT, Infrastruktur und Empfang stehen unter meiner Verantwortung.

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